Kollektivvertragshandlungen 2026 – Rotes Kreuz und SWÖ
Aktuelle Informationen zur KV-Verhandlung beim Roten Kreuz
Verhandlungsupdate – 1. Runde (20. November 2025)
Beim ersten Verhandlungstermin haben die Gewerkschaften vida und GPA ihre Forderungen vorgestellt. Zu den zentralen Punkten zählen:
- Lohn- und Gehaltserhöhung: Angestrebt wird eine Erhöhung, die der Kollektivvertragserhöhung 2026 für die Beschäftigten der Sozialwirtschaft (SWÖ) entspricht.
- Pflegezuschuss: Dieser soll für alle Arbeitnehmer:innen im Kollektivvertrag verankert und indexiert werden.
- Bezahlte Pausen: Einführung bezahlter Pausen in allen Bundesländern.
- Zusätzlicher Urlaub: Eine Woche zusätzlicher Urlaub ab 2026.
- Nachtdienstzulage: Forderung nach einer Zulage von 10 Euro pro Stunde oder einer Pauschale von 70 Euro pro Nachtdienst.
- Verbesserungen für Notfallsanitäter:innen: Weitere Optimierungen in den Bedingungen für diese Berufsgruppe.
Verhandlungsupdate – 2. Runde (3. Dezember 2025)
In der zweiten Verhandlungsrunde wurden die Bundesforderungen sowie die Landesanhänge besprochen. Erste Annäherungen konnten erzielt werden, jedoch sind noch nicht alle Parameter bezüglich der Lohn- und Gehaltserhöhungen (insbesondere Landeskoppelungen) vereinbart, weshalb noch keine endgültige Einigung erzielt wurde.
Nächste Verhandlungsrunde: Die nächste Sitzung findet am 15. Jänner 2026 statt.
Für weitere Informationen: https://www.vida.at/de/artikel/soziale-dienste/2025/kollektivvertragsverhandlungen-rotes-kreuz
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Aktuelle Informationen zu den Kollektivvertragsverhandlungen in der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ)
Wichtige Hinweise für unsere Mitarbeiter:
Bei der vierten Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die Sozialwirtschaft Österreich haben die Arbeitgeber nach über 15 Stunden Verhandlung ein unzureichendes Angebot vorgelegt. Dies betrifft rund 130.000 Beschäftigte im privaten Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich.
Arbeitgeberangebot und Auswirkungen
Das vorgelegte Angebot sieht eine zweijährige Laufzeit vor und bleibt deutlich hinter der Teuerungsentwicklung zurück:
- Ab 1. April 2026:
- 2,3 % Erhöhung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter (faktisch nur 1,72 % für das Gesamtjahr 2026, da in den ersten drei Monaten keine Erhöhung vorgesehen ist).
- 2 % Erhöhung der IST-Löhne und -Gehälter.
- Ab 1. Jänner 2027:
- 1,7 % auf die KV-Löhne und -Gehälter.
- 1,5 % auf die IST-Löhne und -Gehälter.
Dieses Angebot führt zu erneuten Reallohnverlusten für unsere Beschäftigten, die bereits unter Personalmangel, hoher Arbeitsbelastung und steigenden Lebenshaltungskosten leiden.
Ausweitung der Streiks
Aufgrund der unzureichenden Angebote der Arbeitgeber haben die Gewerkschaften vida und GPA beschlossen, die Streiks räumlich und zeitlich auszuweiten. Ein Schwerpunkt liegt zwischen dem 16. und 18. Dezember.
Ein neuer Verhandlungstermin für Januar wird noch vereinbart.
Für weitere Informationen:
https://www.vida.at/de/artikel/soziale-dienste/2025/swoe-kollektivvertrag-2026

